Wirtschaftslage in Kulmbach bleibt angespannt: Keine Trendwende in Sicht

Die Lage in der Kulmbacher Wirtschaft ist angespannt, aber sie erholt sich ganz leicht. Das ist der Tenor in der jüngsten Konjunkturbefragung der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken für Stadt und Landkreis Kulmbach. IHK-Vizepräsident Harry Weiß aus Kulmbach macht deutlich, die Konjunktur in Kulmbach kann die negativen Vorzeichen nicht abschütteln. Auch wenn eine leichte Erholung erkennbar sei, sei eine Trendwende in weiter Ferne. Zu groß seien die Herausforderungen und der Frust bei den Unternehmen. Der IHK-Vize aus Kulmbach fordert, die Wirtschaft brauche dringend verlässliche und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen, sonst treten sie weiter auf der Stelle.
Insgesamt beurteilt ein Viertel der befragten Kulmbacher Firmen ihre derzeitige Geschäftslage positiv, eine schlechte betriebliche Situation geben 23 Prozent zu Protokoll, 52 Prozent stufen ihre Lage befriedigend ein. Auch die Umsatzentwicklung ist bei den befragten Kulmbacher Unternehmen weniger drastisch als in der Herbstumfrage. Zwar berichten weiterhin mehr Unternehmen von Umsatzrückgängen im Inland als von Zuwächsen, es sind aber nicht mehr so viele wie im Herbst. Im Auslandsgeschäft vermeldet die exportierende Wirtschaft im Saldo sogar leichte Zuwächse.
Die Prognose für die kommenden zwölf Monate fällt bei den Kulmbacher Firmen zu Beginn des neuen Jahres weiter pessimistisch aus, allerdings weniger ausgeprägt als vor vier Monaten. So rechnen 13 Prozent der befragten Firmen mit einer Verbesserung der eigenen Geschäftslage in den nächsten zwölf Monaten. Eine Verschlechterung erwarten 27 Prozent, 60 Prozent kalkulieren mit einer gleichbleibenden Geschäftslage in diesem Jahr.